Geschichte des Klosters

Eine erstmalige Erwähnung von Margrethausen findet sich im Jahre 793 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen. Die Gründung des Klosters in Margrethausen geht auf den Anfang des 14. Jahrhunderts zurück.Trotzdem ist die Geschichte des ehemaligen Franziskanerinnen-Klosters Margrethausen heute nicht mehr vielen Menschen bekannt. Oftmals ist es gar so, dass nicht einmal mehr Einheimische, dass im Albstädter Stadtteil Margrethausen überhaupt eine Klosteranlage existiert. Dabei handelt es sich immerhin um das zweitälteste Gebäude in Albstadt und damit um ein erhaltenswertes Kulturgut für Albstadt, ja gar für die ganze Region.

DREI GRÄFINNEN WAREN DIE ERSTEN SCHWESTERN

Margrethausen gehörte früher zur Herrschaft der Tierberger. Conrad von Tierberg stiftete 1330 eine »Hofstatt bei der Pfarrkirche«. Drei Gräfinnen waren die ersten Schwestern, die hier lebten. Die Gründung der Klosteranlage in Margrethausen ist geht auf das Jahr 1338 zurück. Das alte Kloster wurde im Jahr 1338 durch die Herren vor Tierberg gegründet. Die Klostergründung selbst wurde stark durch die – nach den Regeln des Heiligen Franziskus lebenden – Mystikerin Luitgard von Wittichen im badischen Schwarzwald beeinfl usst. Rund um Margrethausen finden sich viele Hinweise auf das Wirken und die einstmalige Bedeutung des Klosters in Margrethausen.

Die drei Kronen im Ortswappen von Margrethausen sind wahrscheinlich ein Hinweis auf das Franziskanerinnen-Kloster, welches einstmals den »Heiligen Drei Königen« geweiht war.

 

KLOSTER PRÄGT ÜBER JAHRHUNDERTE

Über viele Jahrhunderte hat das Kloster die Geschichte Margrethausens und der näheren Umgebung geprägt. Bis zur Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Klosteranlage von Klarissinnen (Nonnen, die nach den Regeln des Heiligen Franziskus zusammengelebt hatten) bewohnt.

Danach wurde die örtliche Schule und die Ortsverwaltung im Klostergebäude untergebracht. Im kirchlichen Teil existiert bis heute eine Wohnung für den Dorfpfarrer. Später – nach dem Auszug der Schule waren verschiedene Vereinsräume, die örtliche Feuerwehr und sogar einmal eine Bank Nutzer des Klostergebäudes.

Zu den hervorragendsten Gebäuden in Margrethausen gehört seit Jahrhunderten die Pfarrkirche zur heiligen Margareta, welche dem Kloster seit jeher direkt angegliedert war. Ihre Geschichte hängt damit auch eng zusammen mit derjenigen des alten Klosters. Diese Dorfkirche wurde in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts aufwändig erweitert und saniert.

Nach der aktuellen umfassenden Renovierung des städtischen Teils des Klosters sind darin nun wieder das Ortsamt, die Feuerwehr, der Schwäbische Albverein Margrethausen sowie die neu entstandene Bildungsstätte beheimatet. Ferner stehen im Obergeschoss zwei Wohnungen zur Verfügung. Der kirchliche Teil enthält Versammlungsräume, die Pfarrerwohnung und eine Bücherei.

 

 

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